Ein Krankenhaus zieht um
Die Elisabethinen Graz vollenden einen historischen Schritt und vereinen alle Abteilungen unter einem Dach
Graz, Juni 2026 – Was vor drei Jahren mit einem Spatenstich eines Neu-, bzw. Zubaus begann, wird nun Realität: Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz vollzieht die größte Übersiedelung seiner Geschichte. Mit der Verlegung der Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie vom Standort Eggenberg in die Elisabethinergasse wird ein zentrales Zukunftsprojekt abgeschlossen. Erstmals werden alle medizinischen Kernbereiche des Krankenhauses an einem gemeinsamen Standort im Herzen von Graz vereint.
Die Übersiedelung erfolgt im Juni 2026 in mehreren Etappen. Während bereits die ersten Patient*innen der Psychiatrie und Psychotherapie am 15. und 16. Juni in das neue Gebäude wechseln, folgt die Neurologie am 22. Juni. Mit der Inbetriebnahme der neuen Stationen wird ein Krankenhauskonzept verwirklicht, das moderne Medizin, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die besondere elisabethinische Tradition der Fürsorge miteinander verbindet.
„Mit der Zusammenführung unserer Abteilungen unter einem Dach schließen wir ein Kapitel der baulichen Entwicklung ab und eröffnen gleichzeitig ein neues Kapitel für die Gesundheitsversorgung in Graz“, betont der Geschäftsführer der Elisabethinen Graz, MMag. Dr. Christian Lagger, MBA. „Patient*innen profitieren künftig von kürzeren Wegen, enger abgestimmten Behandlungsabläufen und einer noch stärkeren Vernetzung der Fachbereiche.“
Der Neu- und Zubau schafft Raum für insgesamt 217 Betten und vereint die Fachrichtungen der Inneren Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie die interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort. Ergänzt wird das Angebot durch moderne ambulante und tagesklinische Einrichtungen, eine Notaufnahme, ein interprofessionelles Therapiezentrum sowie zeitgemäß ausgestattete Diagnose- und Behandlungsbereiche.
Der Abschluss der Übersiedelung markiert zugleich das Ende eines umfassenden Erneuerungsprozesses. Neben der Errichtung des neuen Krankenhausgebäudes wurden auch die bestehenden Gebäudeteile in der Elisabethinergasse umfassend saniert und modernisiert. Stationen, Ambulanzen, Diagnostik- und Therapiebereiche sowie die technische Infrastruktur wurden an die Anforderungen einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung angepasst. So entstand aus bestehender Bausubstanz und moderner Architektur ein zukunftsorientiertes Krankenhaus, das den Patient*innen und Mitarbeiter*innen optimale Bedingungen bietet.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Architektur zu. Das neue Krankenhaus wurde nach den Prinzipien der „elisabethinischen Bauweise“ errichtet. Natürliche Materialien, insbesondere Holz, prägen die Atmosphäre des Gebäudes und schaffen eine Umgebung, die nachweislich das Wohlbefinden und die Genesung von Patient*innen unterstützt. Gleichzeitig standen Nachhaltigkeit, Regionalität und ressourcenschonendes Bauen im Mittelpunkt der Planung.
Die Übersiedelung stellt auch logistisch eine außergewöhnliche Herausforderung dar. Über mehrere Tage hinweg werden Patient*innen, medizinische Geräte und organisatorische Abläufe in den laufenden Krankenhausbetrieb integriert. Die Notfallversorgung bleibt während des gesamten Übersiedelungszeitraums uneingeschränkt gewährleistet. Lediglich einzelne Bereiche, wie das Schlaflabor und bestimmte Ambulanzangebote, werden für kurze Zeit angepasst beziehungsweise vorübergehend eingeschränkt geführt.
"Nicht jeden Tag zieht ein ganzes Krankenhaus um. Was viele Menschen nur als Standortwechsel wahrnehmen, ist in Wirklichkeit eine der größten organisatorischen und medizinischen Herausforderungen, die eine Gesundheitseinrichtung bewältigen kann. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Zusammenführung aller Abteilungen einen Meilenstein in der Geschichte der Elisabethinen Graz erreichen.“, so Stefan Magerl, Sprecher der Elisabethinen Graz.
Mit dem Abschluss des Projekts setzen die Elisabethinen einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Graz. Gleichzeitig wird eine Vision verwirklicht, die bereits im Regionalen Strukturplan Gesundheit verankert wurde: ein modernes Ordenskrankenhaus, das medizinische Exzellenz, menschliche Zuwendung und nachhaltige Infrastruktur in einzigartiger Weise verbindet.
Über das Krankenhaus der Elisabethinen Graz
Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz ist ein öffentliches gemeinnütziges Ordenskrankenhaus und Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Graz. Es bietet ein bedarfsorientiertes Leistungsangebot in den Bereichen Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Palliativ- und Hospizmedizin sowie Alters- und Schmerzmedizin. Im Mittelpunkt stehen eine hochwertige medizinische Versorgung, innovative Behandlungskonzepte und die elisabethinischen Werte von Fürsorge, Respekt und Menschlichkeit.
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