führungs.impuls: Braucht Führung Spiritualität?

3. Februar 2026

Braucht Führung Spiritualität?

Der führungs.impuls der Elisabethinen Österreich bringt jährlich Führungskräfte aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen und lädt dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken und sich auszutauschen.

In diesem Jahr widmete sich der führungs.impuls der Frage „Welche Rolle spielt Spiritualität in der Führung?“ Zu diesem Thema gab es zwei Impulsvorträge mit anschließender Diskussion, danach wurden die Teilnehmer*innen zur Reflexion und zum Austausch eingeladen.

Die Vortragenden Prof. Dr. Andrea Kurz und Dr. Oliver Kröpfl im Gespräch
Prof. Dr. Andrea Kurz und Dr. Oliver Kröpfl im Gespräch

Impulse aus Wissenschaft und Wirtschaft

Mit Prof. Dr. Andrea Kurz, Rektorin der Medizinischen Universität Graz, und Dr. Oliver Kröpfl, Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse, trafen zwei Führungskräfte aufeinander, die aus unterschiedlichen Welten kommen – und die dennoch ähnliche Fragen bewegen.

Beide beleuchteten, wie innere Haltung, Sinnorientierung und persönliche Werte das eigene Führungsverhalten prägen. Dabei wurde deutlich, dass Spiritualität im Führungskontext verschieden ausgelegt werden kann und dass Spiritualität in der Führung kein Randthema ist, sondern ein wesentlicher Baustein für verantwortungsvolles, reflektiertes und zukunftsorientiertes Handeln.

Für Prof. Dr. Andrea Kurz ist Spiritualität ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller Führung – jedoch nicht unbedingt im religiösen Sinn. Sie versteht Spiritualität als eine innere Haltung, die auf Selbstreflexion, persönlicher Entwicklung und bewusster Auseinandersetzung mit der Realität beruht. „Spiritualität bedeutet keine Flucht aus der Realität, sondern eine Kompetenz im Umgang damit.“

Dr. Oliver Kröpfl betonte: „Führung darf sich nicht auf ökonomische Zielsetzungen reduzieren. Sie braucht Sinnorientierung, Fairness und ein echtes Interesse an den Menschen im Unternehmen. Spiritualität zeigt sich für mich darin, geerdet zu sein, sich selbst führen zu können und aus dieser inneren Klarheit heraus ein Team zu leiten.“

Das Publikum

Austausch

Im Anschluss an die Beiträge bot ein gemeinsamer Ausklang Raum für vertiefende Gespräche, Vernetzung und persönlichen Austausch.

Zudem bestand die Möglichkeit, sich einen Brief mit den eigenen wichtigsten Eindrücken und Take-aways zu schreiben, der später nach Hause geschickt wurde, um die nachhaltige Wirkung der Veranstaltung zu vertiefen.